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Montag, 28. September 2015

Besichtigungstour und Arbeitseinsatz mit Biodiversitätsbotschaftern aus der Pfalz

Im Juni waren sie zu Besuch bei uns: Ziel war das Geinsheimer Projekt und der reaktivierte Ur-Erbsengraben. Abschließend war die Truppe an der vom NABU reaktivierten Achse Nellenbach im Arbeitseinsatz, tolle Sache. Danke!
Stichwort: Biodiversitätsbotschafter
 
Nach dem Arbeitseinsatz an dem reaktivierten Grabensystem, das künftig dentrocken gefallenen Tieflandbach "Nellenbach/Woogwiesgraben" Richtung Wunderseggenried wieder mit Wasser versorgen wird.





Freitag, 26. Juli 2013

Startschuss für Projekt "Reaktivierung des Ur-Erbsengrabens"

Gestern war es soweit: nach jahrelangen Vorbereitungen gab es "in aller Stille" (ohne Presse...) den Startschuss zum Projekt "Reaktivierung des Ur-Erbsengrabens". Zusammen mit dem Forst Haßloch haben wir nach den Vorgaben der Wasserwirtschaft zentimetergenau ein 6 Meter langes Stahlrohr verlegt. Der Durchmesser beträgt 60 cm, das Kaliber hat immerhin stramme 900 kg Gewicht. Das Rohr stellt künftig wieder die Verbindung zwischen dem ca. im Jahr 1780 begradigten Erbsengraben und seinem ursprünglichem Verlauf, dem sog. Ur-Erbsengraben,  her. Die neue (alte) Bachtrasse hat ca. 12 km Länge.
Im letzten Schritt muss jetzt noch eine Steinschüttung im Erbsengraben plaziert werden und in das Stahlrohr wird eine Blende zur Regulierung der Wassermenge eingebaut (siehe Bilder unten). Die Halterung für die Blende wird vom Haßlocher Bauhof geliefert.



GPS-Kartierung NABU Neustadt: ehemalige Trasse eines natürlichen Fließgewässers im Schwemmfächer des Speyerbachs (ca. bis zum Jahr 1800); danach durch eine Begradigungsmaßnahme trocken gelegt. Auf Link klicken, um größere Karte mit Details anzuzeigen

Hier ein Baustellen-Zeitraffervideo (ein Bild/Sekunde, für bessere Videoqualität auf 480 p ändern, siehe Symbol "Rad" = Qualität unter dem Video)




Beteiligte Akteure:

Forst Haßloch: Herr Kupper (Leiter), Herr Scheurer, Herr Hartmann
NABU Neustadt/Weinstr.: Ulrich Fischer (Vermessungsing.), Martin Grund (Vorsitzender NABU Neustadt/Weinstr.)
Manfred Sauter (Vorsitzender Storchenverein Lachen-Speyerdorf)


Eine gute Übersicht auf die Entstehung des Projekts gibt es unter
http://nabu-neustadt.blogspot.de/2012/11/alter-pfalzer-bachlauf-neu-entdeckt.html


Schweres Arbeitsgerät vom Haßlocher Forst
Absperrungen vorbereitet vom Haßlocher Forst

Einlaufbereich aus dem aktuellen Erbsengraben in das Verbindungsrohr (unmittelbar am Ufer der Vermessungspflock)

Im Rohr sind Gewindestangen plaziert, an denen später eine Blende zur Regelung der Wassermenge verankert wird.   

Das marode und funktionslose Verteilerbauwerk wenige Meter oberhalb unserer Baustelle. Das Bauwerk ist seit einigen Wochen auf der linken Seite unterspült.
Im Vordergrund das seit ca. 220 Jahren trocken gelegte, ursprüngliche Bachbett. Hier soll bald wieder Wasser fließen, wir können es kaum erwarten!...

Freitag, 22. März 2013

Baggerarbeiten von Geinsheim bis Speyerdorf

Donnerstag und Freitag, 21./22. März wurden noch verschiedene Arbeiten mit dem Bagger erledigt (dazu waren keine Gehölzschnittarbeiten nötig, die sind nämlich nur bis Ende Februar erlaubt). Martin hast sich einen Bagger bei der Fa. Kloy ausgeliehen und erledigte damit gleich 9 Baustellen, die natürlich wie immer ausführlich mit den zuständigen Behörden etc. abgestimmt worden waren! Ist zwar eine Binsenweisheit, soll hier aber noch einmal erwähnt werden.

Zwei Beispiele von den neun "Naturschutz-Baustellen"
  • Die Wasserversorgung für das sog. Stiftungsgelände südlich der Aumühle wurde verbessert, eine Auftragsarbeit für die Stiftung Pro Natur Rheinland-Pfalz. 
  • Südlich der Kohllacke im Naturschutzgebiet Lochbusch-Königswiesen wurde die Wasserversorgung dieser natürlichen Senke für den Amphibienschutz optimiert (NABU-Projekt).


Nebenbei haben wir wieder Wohlstandmüll aus dem Wald eingesammelt, neben unzähligen Glasflaschen und Plastikmülltüten u.a. ein Fahrradgestell samt Schloss (Räder und Sattel fehlten...).

Das Ergebnis der zwei Tage kann sich sehen lassen. Hier einige Eindrücke des heutigen Tages:


Martin Grund und Manfred Sauter (Vorsitzender des Storchenvereins Lachen-Speyerdorf) am Graben, der den sog. Kahlschlag (ein phantastisches Amphibienlaichgebiet!) mit Wasser versorgt


Fahrt durch den Wald zur nächsten Baustelle 



Nacharbeiten an einer Stelle, an der wir am 16.3. bei einem Arbeitseinsatz zusammen mit der NAJU Neustadt begonnen hatten. Durch dieses Maßnahme wird künftig ein Erlenbruch wieder besser mit Wasser versorgt!


Fotos: Claudia Grund 


Samstag, 16. Februar 2013

Naturschutzeinsatz Steinschüttung

In einem netten 7er-Team haben wir heute morgen beim Golfclub Pfalz e.V. im Bereich der Spielbahn 3 eine Steinschüttung in einen Graben eingebracht. Damit wird ein vollsonniger Graben künftig ganzjährig wasserführend sein. Gibt garantiert ein super Libellengewässer!


Die Maßnahme ist natürlich gründlich mit allen relevanten Akteuren abgesprochen (Untere Wasserbehörde, Untere Naturschutzbehörde, Golfclub Pfalz e.V.). Anschließend haben wir uns gemeinsam noch einige wertvolle Lebensräume im Osten der Geinsheimer Gemarkung angesehen. Angenehmer Vormittag!

Freitag, 9. November 2012

Arbeitseinsatz 10.11.12 wegen Krankheit abgesagt, Ersatztermin steht fest!

Liebe Aktive,

leider fällt der Arbeitseinsatz am Samstag, den 10.11.12 wegen Erkrankung einiger Aktiven aus.

Ersatztermin ist das übernachste Wochenende!

==> Einladung zum Naturschutzeinsatz: Sa 24.11.2012, 9.30 bis ca. 13 Uhr

Wir montieren zwei wichtige Wasser-Messeinrichtungen am Erbsengraben als Vorbereitung für ein größeres Wasserprojekt im Speyerbach-Schwemmfächer (Reaktivierung des “Ur-Erbsengrabens, der seit ca. 220 Jahren trocken gelegt ist). Bitte Arbeitskleidung und Spaten mitbringen, besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich! Alle MitmacherInnen sind ganz herzlich willkommen!

Es handelt sich um einen eher leichten Einsatz!


Treffpunkt: Parkplatz des “Lebenshilfe e.V. Kindergarten Regenbogen”, Adamsweg 10
67435 Neustadt an der Weinstraße
(auf Wunsch mehr Infos unter: 06321- 39 92 92)


Samstag, 27. Oktober 2012

Arbeitseinsatz in der Kohllacke

Im NSG Lochbusch-Königswiesen haben wir nach Absprache mit allen relevanten Akteuren (Obere und Untere Naturschutzbehörden, Wasserbehörde, Bewirtschafter, Grundstücksbesitzer etc.) am verg. Samstag mit toller Unterstützung von 13 Firmlingen per Hand ein 6 m langes Rohr (Durchmesser 30 cm) verlegt und damit begonnen, einen 50 m langen, schmalen Verbindungsgraben zwischen einem der künftigen Bewässerungsgräben und der Kohllacke anzulegen. Die Materialkosten für das Rohr wurden durch die SGD Süd (Obere Naturschutzbehörde) finanziert, vielen Dank!


Die Kohllacke ist eine natürliche Senke im Naturschutzgebiet, die allerdings zunehmend von Austrocknung betroffen ist. Am Rand der Kohllacke sind mittlerweile deutliche Setzungsvorgänge im Gelände zu erkennen, die auf Mineralisationsvorgänge durch Absinken des oberflächennahen Grundwassers hindeuten (es bilden sich "Dellen" im Gelände, gut zu sehen auf der Südseite der Kohllacke).
Die Maßnahme dient der optimierten Wasserversorgung von Ende Februar bis Ende Juni in diesem wichtigen Laichgewässer (u.a. Moorfrosch-Restvorkommen).

Hat Riesenspass gemacht und wir sind weiter gekommen als gedacht! 4 1/2 Stunden hat der Einsatz gedauert! Wir hoffen, dass das erste Wasser schon im Frühjahr 2013 durchfließen kann.

Wir konnten auch damit beginnen, zur Stabilisierung des Wasserstandes im Bereich des Golfclubs (nördlich Abschlag zur Spielbahn 3) eine Grabensohle leicht anzuheben. Auch diese Maßnahme wurde natürlich mit allen relevanten Behörden und dem Golfclub Pfalz e.V. gründlich abgesprochen.

Tausend Dank an alle Helferinnen und Helfer für die gelungene Aktion!





Synchronisierte Mann/Frauschaft: mit Muskelkraft wird das Rohr in die richtige Position gebracht

Rund um das Rohr wird die Erde verdichtet

Mal wieder im Einsatz: unser legendärer Eintopfofen mit 15-Litertopf ;-)

Geschafft: mit dem Fahrrad zurück nach Hause, Spaten in der Hand

Dienstag, 27. März 2012

Naturschutzverbände wehren sich gegen Vorwurf der Käuflichkeit in ARD-Sendung "Panorama"

Europaticker - 27.03.2012

Im Fokus: Ablasshandel der Umweltverbände

Geld statt Widerstand: Wie sich Umweltverbände kaufen lassen
/ BUND ist nicht käuflich! / NABU: Keine "Tauschgeschäfte"
Geld gegen Klageverzicht

Einen Aufschrei hat ein Beitrag des ARD-Magazin "Panorama"
bei den namhaften deutschen Umweltverbänden hervorgerufen.
Umweltverbände, das seien die Anwälte der Natur, sie kämpfen
gegen Verschmutzung und Zerstörung, treten ein für das Gute!
Niemals würden sie gegen Geld ihren Protest zurückziehen,
hieß es in der Anmoderation. Doch die Realität sehe
ziemlich anders aus: Immer wieder zahlen Firmen für geplante
Großprojekte Geld in eine Umweltstiftung und die Verbände
verzichten im Gegenzug auf eine Klage, berichteten Mareike
Burgschat und Jörg Hilbert.

Es geht um Millionen-Beträge. Europaticker hat die 2010-er
Bilanzen der fünf aktivsten Verbände ausgewertet:
http://www.europaticker.de/0000_bilder/bilder/120320_umweltverb_ein.jpg


Die Naturschutzverbände argumentieren, mit den Millionen aus
der Industrie könne man die Natur vor allem an anderer
Stelle fördern – mit Hilfe der Stiftungen. Ob das die
Naturzerstörungen tatsächlich ausgleichen kann, ist jedoch
äußerst fraglich.

Beitrags-Manuskript: Geld statt Widerstand – Wie sich
Umweltverbände kaufen lassen. Der Panorama-Beitrag vom 15.
März 2012 als PDF-Dokument zum Download:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2012/panorama3989.pdf


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http://www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/panorama/

BUND - 16.03.2012

Panorama irrt

Panorama möchte gerne einen Skandal sehen, wo keiner ist –
getreu dem Motto, dass nur schlechte Nachrichten interessant
sind. In der Sendung vom 15. März wurde den ZuschauerInnen
suggeriert, BUND und NABU hätten sich für Geld Klagen gegen
Maßnahmen, die die Natur schädigen, "abkaufen" lassen.

Tatsache ist: der BUND hat weder in Niedersachsen noch in
Schleswig-Holstein Geld erhalten, weil er Klagen mit
Vergleichen abgeschlossen hat. Der BUND hat in seinen
Grundsätzen zum Umgang mit Klagen klar geregelt, dass
Vergleiche nicht geschlossen werden können, wenn im Gegenzug
Geld an den BUND fließt. Sollte es zu einem Vergleich
kommen, werden mit dem Geld ausschließlich Projekte des
Naturschutzes gefördert.

An zwei Beispielen zeigen wir, wie leichtfertig Panorama mit
den Fakten umgeht.

1. Flughafen Lübeck-Blankensee

2005 stoppte auf Antrag von NABU und BUND ein Gericht den
Ausbau, der ökologisch hoch sensible, EU-rechtlich
geschützte Gebiete gefährdete. Nach Verhandlungen mit der
Flughafen Lübeck GmbH und der Stadt schlossen NABU und BUND
eine Mediationsvereinbarung zur Beilegung des Rechtsstreits.
Im Ergebnis wurden der Planfeststellungsbeschluss
aufgehoben, geschädigte Flächen renaturiert und die
"Stiftung Grönauer Heide" zum Naturschutz in der Lübecker
Region gegründet. Der Flughafen zahlte für bereits
geschehene Eingriffe 1.250.000 Euro in die Stiftung und
bringt wie die Stadt Lübeck Flächen für
Kompensationsmaßnahmen ein. Ausgleich und Ersatz für die
Eingriffe in die Natur gehen dabei weit über das rechtlich
Gebotene hinaus. Die geplante Verlängerung des "Rollweges C"
in ein Schutzgebiet wurde aufgegeben, die Verlängerung von
Start- und Landebahn von 240 Meter auf 95 Meter gekürzt,
Parkflächen wurden auf weniger sensible Ackerflächen
verlegt. All dies sind erhebliche zusätzliche Leistungen für
den Naturschutz, ihr Volumen erreicht rund zehn Prozent der
Investitionssumme. Gegenstand der Mediation waren
ausschließlich die beklagbaren Naturschutzbelange, nicht
Lärm- und Klimaschutz oder Luftverkehrsaspekte. Es lag
rechtlich nicht in der Macht der Verbände, den Betrieb des
Flughafens und einen Ausbau generell zu verhindern. Die
grundsätzlichen Vorbehalte der Naturschutzverbände gegen den
Billigflugverkehr bleiben bestehen.

Mehr Informationen:
http://www.bund-sh.de/?id=7055&tx_ttnews[tt_news]=12351&tx_ttnews[backPid]=7019


2. Beispiel: Windpark Nordergründe

2007 legte der BUND wegen der Gefährdung wildlebender
Vogelarten Rechtsmittel gegen die Windparkplanung ein. 2011
kam es zu einem Vergleich: Ergebnis war u.a. ein
umfangreiches Monitoringprogramm zur Erfassung möglicher
Kollisionen von Zugvögeln mit den Windrotoren. Dies soll bei
künftigen Planungen die Beurteilung der Auswirkungen von
Offshore-Windparks verbessern. Die "Stiftung
Naturlandschaft" – und nicht der BUND – bekommt 20 Prozent
des Ersatzgeldes dieses Vergleichs. Mit diesem Geld werden
die Erhaltung und Stärkung der Populationen von See- und
Küstenvögeln sowie die Entwicklung von Rastmöglichkeiten von
Zugvögeln im Küstenstreifen gefördert.

Mehr Informationen:
http://www.bund-niedersachsen.de/?id=5922&tx_ttnews[tt_news]=15510&tx_ttnews[backPid]=5887

Es ist bedauerlich, dass in dem Beitrag diese Fakten nicht
berücksichtigt wurden – und die ZuschauerInnen auch nicht
erfuhren, was der BUND mit dem Vergleich erreicht hat und
dass er Geld für die rechtlichen Auseinandersetzungen
ausgegeben – statt erhalten – hat. Vom NDR waren wir in der
Vergangenheit sorgfältigere Beiträge gewohnt.

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http://www.nabu.de/themen/naturschutz/naturschutzindeutschland/14706.html

NABU - 15.03.2012

Keine „Tauschgeschäfte“ Geld gegen Klageverzicht

„Panorama“-Vorwürfe halten einer Überprüfung nicht stand

Die Welt ist einfach schlecht. Wirklich trauen kann man
keinem, auch den Umweltverbänden nicht. Ob WWF, BUND oder
NABU, alle sind sie nur hinter dem Geld her. So jedenfalls
lautet der Tenor des Beitrages „Geld statt Widerstand – wie
sich Umweltverbände kaufen lassen“ im ARD-Magazin „Panorama“.

„Immer wieder zahlen Firmen für geplante Großprojekte Geld
in eine Umweltstiftung und die Verbände verzichten im
Gegenzug auf eine Klage“, heißt es in der Anmoderation. Im
Filmbeitrag werden dann konkrete Projekte genannt: der
Offshore-Windpark Nordergründe, die Emsvertiefung zugunsten
der Papenburger Meyer-Werft und der Ausbau des Lübecker
Flughafens.

Die Vorwürfe sind nicht neu. Schon im vergangenen Sommer
hatte Autorin Mareike Burgschat im NDR-Regionalfernsehen die
Umweltverbände dafür kritisiert, dass diese sich im Zuge von
Großprojekten auf Ausgleichsmaßnahmen einließen statt vor
Gericht zu klagen. Doch weder die Wiederholung, noch der
Sprung vom dritten ins erste Programm ändern etwas daran,
dass Burgschats Behauptungen und Schlussfolgerungen falsch sind.

An zwei der angeführten Verfahren war der NABU beteiligt,
beim leider vergeblichen Kampf gegen die Emsvertiefung in
Niedersachsen und bei den Auseinandersetzungen um den
Flughafen Lübeck in Schleswig-Holstein. „In den letzten
beiden Jahrzehnten wurden nur zwei von 21 unserer Klagen mit
einem gerichtlichen Vergleiche abgeschlossen – und
ausschließlich zum Nutzen der Natur, nicht zum finanziellen
Vorteil des Verbandes“, betont Ulrich Thüre vom NABU
Niedersachsen. „Das Beispiel der Emsvertiefung trifft erst
recht nicht zu, da hier keine Firma Geldbeträge gezahlt und
auch kein Klageverfahren gegen ein Unternehmen geführt wurde.“

Auch beim Flughafenausbau in Lübeck gab es keine
Geldzahlung, um eine Klage fallen zu lassen.
Naturschutzverbände, Flughafengesellschaft und Stadt Lübeck
einigten sich im Streit um den Flughafen nach einjährigen
Verhandlungen im Februar 2008 mit der Unterzeichnung einer
Mediationsvereinbarung. Alle Beteiligten habe diese unter
fachanwaltlicher Beteiligung entstandene Vereinbarung
gezeichnet: mit einem für die Natur überaus akzeptablem
Ergebnis. „Grundlage der Vereinbarung ist, dass für den
Naturschutz mehr erreicht wird, als dies durch eine Klage
möglich wäre“, betont Ingo Ludwichowski vom NABU
Schleswig-Holstein.

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Vertiefende Beiträge zum Thema

Dem Fluss wieder auf die Beine helfen: Hintergründe und
Entstehungsgeschichte des Emsfonds

Emsfonds – wie funktioniert denn das? Unser
Hintergrundbeitrag stellt Entstehungsgeschichte und Struktur
des Emsfonds dar. Wir möchten damit Missverständnisse
ausräumen und Vorwürfen entgegentreten, der NABU ließe sich
in irgendeiner Form sein Klagerecht „abkaufen“.

Mehr: http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/unterems/14549.html


Wo sich auch „Panorama“ irrt: Mareike Burgschat und Jörg
Hilbert versuchen sich erneut an Vorwürfen gegen
Naturschutzverbände

Ob eine Klage erfolgreich geführt werden kann, gehört wie
die Abwägung für oder gegen eine Mediation für
Naturschutzverbände zu den schwierigsten Fragestellungen.
Doch verrät der NABU dabei Naturschutzziele, wie das
ARD-Magazin „Panorama“ zu belegen versucht?

Mehr:
http://schleswig-holstein.nabu.de/projekte/verbandsbeteiligung/14530.html


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Donnerstag, 23. Februar 2012

Ein weiterer historischer Moment des NABU Neustadt ist zu vermelden!

Foto: Erich Baier, NABU Neustadt/W. Das alte Wehr des Alleegrabens. Januar 2012.

Seit heute fließt Wasser über das Hebersystem aus dem Speyerbach über viele Kilometer, entlang des Alleegrabens Richtung Naturschutzgebiet Lochbusch-Königswiesen in den sogenannten "Sonnengraben".

Dank erneuter Baggerarbeiten durch Martin Grund, dem Vorsitzenden des NABU, wurde der Durchfluss bis zu diesem Landschaftsabschnitt ermöglicht.

Begleitet wird das Projekt vom Naturschutzreferenten der NABU-Landesgeschäftsstelle Rheinland-Pfalz Olaf Strub, der heute vor Ort war.

Wir freuen uns sehr über diesen Augenblick, den wir sehnsüchtig erwartet haben und der zu den zahlreichen Bemühungen der vielen Ehrenamtlichen vor Ort zählt. Wenn das kein Grund zu feiern ist!

Freitag, 17. Februar 2012

Morgen Samstag, 18.2. wird der Krötenzaum im Kaltenbrunner Tal für dieses Jahr gesetzt

Und wieder ist es soweit:

die Kröten im Kaltenbrunner Tal wollen auch dieses Jahr - aus ihren Winterhöhlen kommend - wieder in die Gewässer wandern. Damit dies für sie möglichst unversehrt von rücksichtslosen Fahrrad- und Autofahrern geschehen kann, beginnt für uns auch heuer wieder die Kröten-Rettungs-Saison mit entsprechenden Aktionen.

Dazu setzen wir erst mal morgen einen Krötenzaun und sammeln dann Kröten, Feuersalamander und Molche, durch einem täglichen Einsatzplan organisiert, ein. Wie sammeln jene, die sich auf Fahr-Wegen und dem Parkplatz befinden, auf und setzen sie in den Teichen ein.

Bist du dabei? Dann melde dich gerne bei Ursel Mosebach oder Martin Grund oder komm einfach am Samstag um 10 Uhr vorbei. Treff ist auf dem Parkplatz vor der Waldgaststätte am Ende der Straße im Kaltenbrunner Tal. Für Speis und Trank wird gesorgt.

Sonntag, 5. Februar 2012

Trotz Eiseskälte wird am Grabensystem gearbeitet

Zur Fortführung des laufenden Projekts finden zur Zeit durch den NABU Neustadt Baggerarbeiten am Grabensystem statt. Die Maßnahmen sind natürlich mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde sowie der zuständigen Wasserbehörde abgestimmt.

Nach dreimonatigem Probebetrieb mit laufenden Ablesungen am Auslaufrohr läuft das Wasser mit ca. 1200 m³/Tag nun konstant vom Speyerbach über das 100 mm-Heberrohr ins historische Grabensystem hinein.

Am Samstag, den 11. Februar wird der nächste Arbeitseinsatz entlang des Alleegrabens stattfinden. Geplante Aktivitäten: Schnittgut einsammeln, zerkleinern und abfahren. An einigen Stellen werden wir Reisighaufen aufschichten.
Treff: 10 Uhr Baumschule Schibel, Nähe Fronmühle Haßloch.

Organisator ist Martin Grund, Tel. 06321 - 399292. Bitte warme Kleidung anziehen.
Bis dann!

Sonntag, 22. Januar 2012

Historischer Moment: das Wasser läuft im Alleegraben Richtung Osten

Auch dieses Wochenende waren wir wieder am Graben tätig:

Nachdem am historischen Wehr Bretter montiert wurden, die das Wasser sowohl gen Speyerbach zurück als auch Richtung künftiger Wässerwiesen leiten sollten (im Rahmen eines einwöchigen Testlaufs, der mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt wurde), wurde der Heber wieder in Funktion gesetzt. Er war kurzfristig für Pflegemaßnahmen am Alleegraben gestoppt worden.

Das Wasser fließt nun erstmals Richtung Osten, es geht vorwärts!

Was besonders spaßig ist: beim Abgehen und Säubern der Uferböschungen und Grabensohle außerhalb des Golfclubs finden wir Golfbälle in allen Farben: weiß, orange, gelb und bunt. Sie sind wohl durch Fehlschläge in der Vergangenheit von Übenden dort gelandet und nie wieder im Gestrüpp gefunden worden. Wer also mit seinen Kindern mal auf Golfballsuche gehen möchte: hier habt ihr ein tolles Suchareal mit Garantie auf Erfolg! Aber schnell sein: es sind bereits fündige Familien auf Suche! Wichtig: man darf nur Golfbälle sammeln, die sich eindeutig außerhalb des Golfclubgeländes befinden!
Nebenbei kann man auch viele Vogelarten beobachten, regelmäßig sind z.B. überwinternde Silberreiher zu sehen...

Außerdem konnten wir mit Freude feststellen, dass im Golfclubgelände der Neophyt "Japanischer Staudenknöterich" (Fallopia japonica) gemulcht worden war. Hier liegt ein langer Kampf gegen diese invasive Pflanzenart vor uns... Wir versuchen einen Balkenmäher zu organisieren, mit dem der befallene Bereich dann mehrmals jährlich gemäht werden muss.

Die nächsten Wochenenden planen wir weitere Arbeitseinsätze am Graben. Bist du dabei?

Samstag, 14. Januar 2012

Regelmäßige Pflegemaßnahmen am Alleegraben zur Vorbereitung der Wiesenbewässerung auf Geinsheimer Gemarkung

Fast täglich - so auch heute am Samstag - ist jemand vom NABU Neustadt am Graben in der Nähe der Fronmühle, um Vorbereitungen zur Grabenreaktivierung zu treffen: der Wasserlauf aus dem Speyerbach wurde für Wartungsarbeiten gestoppt, nachdem das Wasser zum ersten Mal 16 Tage am Stück - über das große Heberrohr (100 mm Durchmesser) ohne Schwierigkeiten lief.

Wir beginnen jetzt nach fachlicher Abstimmung mit der Stadt damit, den Alleegraben an einigen Stellen zu optimieren, damit später Libellen, Amphibien etc. mehr Licht und Wärme abbekommen. Ein Geinsheimer Landwirt hat diese Woche ein Stück entlang des Grabens gemulcht. Wir sind für diese Zusammenarbeit sehr dankbar!

Die Kooperation mit den umliegenden Pächtern, Landwirten und der Stadt Neustadt klappt bislang hervorragend.
Peu a peu werden wir am Graben weiterarbeiten, um noch mehr Abschnitte für die dauerhafte Wasserbeschickung vorzubereiten. Habt Ihr Lust mitzumachen? Dann wendet Euch gerne an Martin Grund, Tel. 06321/399292

Dienstag, 10. Januar 2012

Nistkastensäuberung und Vogelzählung

Pünktlich zum Start ins neue Jahr gingen wir Sonntag ausgerüstet mit Eimer, Spachtel, Leiter, Handschuhen, Ferngläsern und Bestimmungsbüchern in den Rosen- und Kriegergarten in Neustadt, um unsere Nistkastenreihe zu pflegen.
Dabei waren die sowohl die Kinder- als auch die Jugendgruppe und der NABU - Vielen Dank an Claudia! - vertreten.
Gemeinsam entleerten wir zunächst die Kästen, damit diese im neuen Jahr wieder durch Vögel besetzt werden. Anhand der Nester konnten wir feststellen, ob erfolgreich gebrütet wurde (keine Eier übrig, einige Daunenfedern, fertiggestelltes Nest) und teilweise auch, welche Vögel gebrütet haben.
Festgestellt haben wir, dass die Kästen am meisten durch Kohlmeisen besetzt wurden.
Leider wurden im Großen und Ganzen unsere Nistkästen weniger erfolgreich genutzt als im Vorjahr.
So wurden letztes Jahr alle bis auf ein Nistkasten mit ungünstiger Lage besetzt. In einem weiteren Nistkasten wurde zwar ein Nest gebaut, jedoch nicht darin gebrütet. Die anderen sieben Kästen wurden alle angenommen und es gab erfolgreiche Bruten.
Dieses Jahr waren neben dem Kasten mit schlechter Lage, den wir nun umhängen werden, jedoch zwei weitere Kästen leer und in einem nur ein angefangenes Nest.
Trotzdem wurden noch über die Hälfte der Kästen in diesem Stadtgebiet genutzt. :)

Neben den Nistkastenkontrollen zählten wir anlässlich der "Stunde der Wintervögel" vom NABU die Vögel in den beiden Parks.
Das ist unser Ergebnis:

1 Elster
1 Amsel
1 Blaumeise
1 Kleiber
1 Buntspecht
2 Kohlmeisen
2 Straßentauben
5 Ringeltauben

Samstag, 7. Januar 2012

Ein frohes Neues Jahr - und: der 1. Naturschutzeinsatz in diesem Jahr

Hiermit übermitteln wir als NABU Neustadt allen gute Neujahrswünsche mit vielem Dank für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit!
Heute am Samstag haben wir einen tollen Einsatz im Zusammenhang mit unserem großen
Wasserprojekt am Speyerbach durchgeführt:

1. Wir - 9 fleißige Naturschutzfreunde - trafen uns morgens bei relativ unfreundlichem Wetter, um ein altes Sandsteinwehr am Alleegraben in der Nähe der Fronmühle freizulegen. Dieses soll noch 2012 (erstmals seit über 40 Jahren) seine Funktion als Wasserverteilungsbauwerk wiedererhalten. Ab Mitte des Jahres könnte wahr werden, dass erstmals wieder Wasser in Richtung der ehemaligen Geinsheimer Wässerwiesen läuft. Langfristig würden damit auch die großen Naturschutzflächen südlich der Aumühle ("Am roten Kreuz") deutlich besser mit Wasser versorgt werden!

2. Wir haben - trotz Kälte und Regen - nach Abstimmung mit der Stadt den Graben an einigen Stellen von Gehölzen befreit, damit künftig mehr Licht ans Wasser kommt, wichtig z.B. für Libellen und Amphibienlarven.

Der Arbeitseinsatz wurde - wie immer- mit einem zünftigen Vesper und Heißgetränken abgeschlossen. Glücklich und durchgefroren verabschiedeten wir uns ins Wochenende.

Samstag, 1. Oktober 2011

Auf Haselnusssuche mit der Jugendgruppe


Am Freitag, den 30. September, liefen wir mit der Jugendgruppe bei sehr sonnigem Herbswetter durch den Wald in Richtung Wolfsburg.
Anlässlich der Nussjagd (http://www.nussjagd.de/rheinland_pfalz/front_content.php?idcat=62&lang=8) suchten wir Haselnüsse, um die seltene Haselmaus anhand von Fraßspuren ausfindig zu machen.
Zwar fanden wir Haselnüsse mit Fraßspuren, jedoch schienen diese von Rötel- oder Gelbhalsmäusen zu stammen. Wir werden sie gemäß der Nussjagd trotzdem an die NAJU-Geschäftsstelle von Rlp schicken, um sicher zu gehen, dass die Fraßspuren wirklich nicht von der Haselmaus stammen und auch um zu aufzuzeigen, wo es in Rlp vermutlich keine Haselmäuse gibt.

Neben der Haselnusssuche fanden wir einige Esskastanien für das jeweils bevorstehende Abendbrot und trainierten zum Abschluss unseren Gleichgewichtssinn zwischen den Bäumen.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Projekt "Speyerbach-Heber" offiziell gestartet



Kleine Chronologie der laufenden Bauarbeiten

Start: Samstag (23.7.2011)

Zentrale Wasserbau-Maßnahme: Heber

Durch umfangreiche Vermessungsarbeiten haben wir folgende Höhenverhältnisse festgestellt: bei sommerlichen Niedrigwasserabflüssen (MNQ) liegt der Speyerbach-Wasserspiegel ohne Aufstau durch die Fronmühle 1,80 Meter höher als die ca. 200 Meter entfernte Grabensohle des sog. Alleegrabens, ein Hauptzubringer der früheren Geinsheimer Wiesenbewässerung. Diesen enormen Höhenunterschied wollen wir künftig für eine geregelte Wasserausleitung mit Hilfe eines Hebers nutzen. Die Heberrohre münden künftig ca. 12 m südlich des Speyerbachufers in einen Betonschacht, von dort aus fließt das Wasser durch ein 300 mm-Kanalrohr in den Alleegraben.

Die neu geschaffene Ausleitungsstelle ist ein Ersatz für die zahlreichen Bewässerungswehre am Speyerbach, die nach Auffassung der Regionalstelle Wasserwirtschaft leider nicht mehr als Wasserausleitungstelle genehmigt werden konnten.
Die Ausleitung mit Hilfe eines Hebers stellt eine nicht manipulationsfähige Form der Wasserabgabe dar, die an dieser Stelle des Speyerbaches zudem auch ohne Aufstau möglich ist. Die Durchgängigkeit des Gewässers ist daher weiterhin voll gewährleistet.



Ziel des Projekts: bessere Wasserversorgung im Bereich der Wässerwiesen-Genossenschaft Geinsheim bis zur Einmündung des Hausgrabens in den Schlaggraben (Kropsbach) sowie hydrologisch benachbarter Bereiche. Das Gebiet ist zunehmend von Austrockung geprägt.

Zuerst soll ein Teil des über 10 km langen Grabensystems ganzjährig mit einer kleinen Wassermenge beschickt werden, andere Grabenbereiche sollen für wechselfeuchte Bedingungen nur teilweise Wasser führend sein. In einer weiteren Projektphase ist vorgesehen, dass auf einer geeigneten Teilfläche die früher über viele Jahrhunderte praktizierte Wiesenbewässerung reaktiviert wird.

Weiterhin wird angestrebt, dass die Naturschutzflächen der "Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz" südlich der Aumühle künftig gezielt mit Wasser versorgt werden können.
Info ==> Naturschutzprojekt Aumühle


Dazu wurde die letzten Tage in Eigenleistung des NABU Neustadt - repektive Martin und Ulrich, - die extra eine Woche ihres Jahres-Urlaubs für den Einsatz hergaben - ein 216 m langer Graben per Bagger ausgehoben. Unterstützt mit einem Tiefbaulaser wurden 50 cm Gefälle exakt auf 216 Meter verteilt.


Foto: letzte Baggerschaufeln nach 216 Meter. Im Hintergrund der Uferwall des Speyerbachs, der in diesem Bereich in einer künstlichen Hochlage fließt.

Heute wurden die ersten Rohre DIN-gerecht im Sandbett verlegt. Der Sand wurde uns kostenfrei von der W. Rohr GmbH & Co. KG geliefert, herzlichen Dank an Herrn Rohr!

Bis Freitag sollen die Arbeiten möglichst abgeschlossen werden.

Dank tatkräftiger Hilfe vieler Freiwilliger - zum Beispiel des Storchenvereins Lachen-Speyerdorf, einer Journalistin, einer FÖJlerin, NABU-Mitgliedern uam., kommen wir im vorgesehenen Zeitraum zügig voran.


Foto: neben der Arbeit bleibt manchmal noch etwas Zeit für Naturbeobachtung...



Vielen Dank an alle Helfer. Tut mal wieder gut, so viele begeisterte Naturschutzengagierte zu vereinen!

P. S. Pünktlich sind sie fertig geworden: am Freitag Nachmittag war alles erledigt: Graben verfüllt, alles aufgeräumt, geliehener Bagger zurück gegeben. Danke auch an die NAJU, die noch tatkräftig half!


Foto: die letzten Rohre werden verlegt



Foto: NAJU hilft beim Wiederherstellen der Böschung

Samstag, 2. Juli 2011

Projekt "Speyerbach-Heber" startet demnächst!

Es geht los: zwischen dem 23. und 29. Juli 2011 läuft der Start für eine bessere Wasserversorgung südlich des Speyerbachs zwischen Fronmühle und Aumühle im Bereich Geinsheim. Dazu werden wir bis 2012 mit Hilfe einer Heberanlage eine neue hydrologische Verbindungsachse zwischen Speyerbach und Alleegraben schaffen. Zuerst muss ein 216 Meter langes Kanalrohr verlegt werden, abschließend folgen im Frühjahr 2012 ein Schacht und die Heberrohre.

Unsere Ortsgruppe wird sämtliche Baggerarbeiten durchführen, eine Fachfirma verlegt die Rohre. Wer noch Lust hat, mitzumachen, melde sich bei Martin Grund unter Tel. 399292

Super effektive und sinnvolle Speyerbach-Säuberungsaktion durchgeführt

Heute morgen, Samstag, den 2. Juli haben sich 9 fleißige, selbstlose NABU-Engagierte auf den Weg zu einem sehr verschmutzten Abschnitt des schönen Speyerbachs gemacht. Wir trafen uns um 9 Uhr bei Aldi in der Martin-Luther-Straße, nachdem wir alles organisiert hatten: die untere Naturschutzbehörde informiert und um den Segen gebeten (durch Herrn Baldermann auch bekommen), einen Anhänger vom Bauhof besorgt, wasserdichte Arbeitskleidung wie Anglerhosen, Handschuhe und Gummistiefel gekauft - und vor Ort den Marktleiter des Supermarktes eingeweiht.
Wir bearbeiteten einen Bachabschnitt von ca. 100 Metern - zwischen der Winzinger Wasserscheide und der Holzbrücke.



Bilanz
Insgesamt schleppten wir im Laufe des Morgens ca. 600 kg Unrat (gewogen auf dem Wertstoffhof) aus Bach und Bachrand in Tüten und Eimern zum Anhänger.
Was sich da so alles im Gewässer fand, war unfassbar: ein Fahrrad, ein PC-Monitor, ein Vorhang, unzählige Glas- und Plastikflaschen, Pfannen, ein Bauschild, zahlreiche Kleidungsstücke, unglaublich viel Müll und Dreck - alles durch menschliche Wesen dorthin gelangt.
Als der Hänger voll und die Knochen müde wurden, fuhren wir den ganzen Müll - nach einer kurzen Stärkung für Leib und Seele - direkt auf den ESN-Wertstoffhof der Stadt Neustadt, wo wir dankenswerterweise alles problemlos entsorgen konnten (schön getrennt selbstverständlich). Alles in allem kam man uns dort sehr entgegen.
Um halb 12 Uhr schaute sogar jemand von der informierten Lokal-Presse auf dem Fahrrad vorbei (wie Umweltbewusst!), um einen Bericht der Aktion in der Zeitung zu schreiben.


Erschöpft, aber zufrieden beendeten wir die Aktion um 12 Uhr, wissend, dass wir der Umwelt und unserer geschätzten Natur mal wieder einen guten Dienst erwiesen haben.
Ein dickes Lob an all die tollen, umweltbewusst agierenden Helfer. Euch gebührt aller Respekt und Dank, dass Ihr keine Mühen und Nässe gescheut habt!

Dienstag, 14. Juni 2011

Speyerbach-Säuberungsaktion als Arbeitseinsatz geplant

Hallo Ihr lieben Engagierten, Motivierten, Natur-Liebenden,
ich suche für den 2. Juli Menschen, die mit mir zusammen eine Bachsäuberung durchführen. Vor zwei Tagen war ich dort, entlang des Brauhauses Neustadt und habe den Bach inspiziert, indem ich ihn mit Martin ein Stück abwanderte (mit Anglerhose und Gummistiefel direkt im Bach gewatet). Und ich war entsetzt: so viel Unrat: Glasflaschen, sogar eine Pfanne, eine Gardine, Plastikmüll und vieles mehr. Eine Schande für unsere Stadt!
So habe ich entschieden, in einer zeitnahen Samstag-Aktion einen Teil des Baches vom Müll zu reinigen und damit der geschundenen Natur ein wenig Gutes zu tun. Habt Ihr Zeit, Lust und starke Nerven, den Dreck dort mit mir zusammen zu entfernen? Wir - der NABU Neustadt - werden Anglerhosen, Müllsäcke und Handschuhe stellen. Die Lokal-Presse soll auch informiert werden. Die Aktion im Bach ist nur was für Erwachsene, da die Strömung zum Teil recht stark ist. Ältere Kinder könnten am Bachufer den Unrat helfen wegzuräumen.
Wir werden eine Menschen-Kette bilden und den Bach Meter um Meter säubern.
Bist du dabei? Auch die NAJU ist ganz herzlich eingeladen!
Eine wirklich lohnende und effektive Sache!
Bitte meldet Euch bei mir oder Martin an, damit wir koordinieren können! Vielen Dank im Voraus an alle fleißigen Helfer!
Nähere Infos gibt es noch (bezüglich Uhrzeit, Treffpunkt, Mitzubringen... etc.)
Liebe Grüße von Claudia

Mittwoch, 16. März 2011

Erfolgreiche Nistkastenkontrolle am 7. Januar


Das neue Jahr wurde schon sehr bald von der NAJU Neustadt mit einer spannenden Aktion eingeweiht.
Nachmittags machten wir uns gut gegen den Regen ausgerüstet auf den Weg in den Rosen- und Kriegergarten in Neustadt. Dort hatten wir das Jahr zuvor unsere erste eigene Nistkastenreihe für Gartenvögel an Bäumen angebracht.
Nun waren wir sehr gespannt, herauszufinden, ob die Nistkästen angenommen wurden.
Das Resultat:
Durchaus positiv! Es wurden nahezu alle neun Nistkästen direkt im ersten Jahr angenommen.
Insgesamt konnten wir auf sieben erfolgreiche Bruten schließen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Bruten von Kohl- und Blaumeisen.
Einen etwas versteckten Kasten fanden wir allerdings unbewohnt und einen anderen mit einem Nest vermutlich ohne stattgefundener Brut vor.
Bei der Kastenkontrolle entleerten und säuberten wir gleichzeitig die Nistkästen, sodass sie wieder möglichst problemlos von anderen Vögeln im neuen Jahr angenommen werden können.
Nach der Nistkastenkontrolle zählten wir anlässlich der „Stunde der Wintervögel“ die Vögel im Park. Allerdings konnten wir vermutlich aufgrund des andauernden Regens nur ein paar wenige Amseln, Kohlmeisen und Rabenkrähen zu Gesicht bekommen.